Hintergrund

Warum Islandpferde? Was Sólskin und Stormur in der Therapie besonders macht

9. April 20263 Min. Lesezeitvon Sara Frank
Line-Art-Illustration eines Islandpferds mit fliessender Mähne als Sinnbild für Ruhe und Verlässlichkeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Islandpferde sind bekannt für ihr ausgeglichenes, gutmütiges Wesen und ihre Trittsicherheit.
  • Ihre überschaubare Grösse macht die Begegnung für Kinder weniger einschüchternd.
  • Sólskin und Stormur verbinden Ruhe und Feinfühligkeit mit einer ehrlichen, zugewandten Art.
  • Genau diese Mischung schafft einen sicheren Rahmen für die therapeutische Arbeit.

Eine Pferderasse mit besonderem Wesen

Islandpferde stammen aus einer rauen Landschaft und haben sich über Jahrhunderte zu einer robusten und genügsamen Rasse entwickelt. Sie sind bekannt für ihre Trittsicherheit, ihre Ausdauer und vor allem für ihr ausgeglichenes Gemüt. Diese Gelassenheit ist kein Zufall, sondern Teil ihres Charakters.

Hinzu kommt eine überschaubare Grösse. Islandpferde sind kräftig, aber nicht hoch gewachsen. Für ein Kind ist die Begegnung mit einem Islandpferd dadurch weniger einschüchternd als mit einem grossen Warmblut. Das Tier bleibt nahbar, und genau diese Nähe ist in der Therapie wertvoll.

Ruhe und Feinfühligkeit zugleich

Was Islandpferde für die Arbeit mit Kindern besonders geeignet macht, ist die Verbindung von zwei Eigenschaften, die sich auf den ersten Blick zu widersprechen scheinen. Sie sind ursprünglich und robust, und gleichzeitig von einer bemerkenswerten Feinfühligkeit.

Ein Islandpferd spürt sehr genau, wie es seinem Gegenüber geht. Es nimmt Unsicherheit ebenso wahr wie Ruhe und reagiert darauf ehrlich. Diese stille Rückmeldung gibt Kindern eine klare Orientierung, ganz ohne Worte.

Was Sólskin auszeichnet

Sólskin, auf Isländisch Sonnenschein, ist ein neunjähriger Wallach mit einem grossen Herz für Kinder. Er baut Vertrauen in seinem eigenen Tempo auf, ruhig und beständig. Seine gutmütige Art gibt den Rahmen, und sein gelegentlicher Schalk sorgt für Leichtigkeit.

Gerade diese Mischung aus Verlässlichkeit und einem Funken Übermut bringt Kinder zum Lachen und macht den Kontakt lebendig. Sólskin nimmt die Kinder ernst und lässt ihnen zugleich Raum, einfach Kind zu sein.

Was Stormur auszeichnet

Stormur, auf Isländisch Sturm, ist ein dreizehnjähriger Wallach, und sein Name täuscht. Nichts an ihm erinnert an Unruhe. Was ihn besonders macht, ist seine Art, von sich aus auf Menschen zuzugehen. Er sucht den Kontakt, nicht abwartend, sondern mit einer Wärme, die sofort spürbar ist.

Seine ruhige, sanftmütige Art schafft von Beginn an eine Atmosphäre des Vertrauens. Für zurückhaltende Kinder ist dieser erste Schritt, den Stormur ihnen entgegenkommt, oft der Beginn einer tragenden Beziehung.

Der richtige Partner für jedes Kind

Kein Kind ist wie das andere, und so ist es ein Geschenk, mit zwei unterschiedlichen Pferden arbeiten zu können. Manche Kinder finden über die ruhige Beständigkeit von Sólskin einen Zugang, andere über die zugewandte Art von Stormur.

Welches Pferd im Moment am besten passt, zeigt sich in der Begegnung selbst. Entscheidend ist immer, dass das Kind sich sicher fühlt und sich in seinem eigenen Tempo auf die Beziehung einlassen darf.

Häufige Fragen

Sind Islandpferde für Kinder ungefährlich?

Kein Tier ist je vollständig berechenbar, doch Islandpferde gelten als besonders gutmütig und ruhig. Die Begegnung findet immer begleitet und im sicheren Rahmen statt.

Muss mein Kind auf dem Pferd sitzen?

Nein. Ein grosser Teil der Arbeit findet am Boden statt, beim Führen, Beobachten und Pflegen. Ob und wann ein Kind auf dem Pferd sitzt, richtet sich nach seinem Tempo.

Warum gerade Islandpferde und keine andere Rasse?

Ihre überschaubare Grösse, ihr ausgeglichenes Wesen und ihre Feinfühligkeit machen sie zu besonders geeigneten Partnern für die Arbeit mit Kindern.

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